Über Inspiration und eine Welt in den Schatten

Inspiration…
Woher nehmen und nicht stehlen?

Wie man an den Bilder auf meinem Facebook – Profil sieht, bin ich gerne mal an verlassenen Orten oder Plätzen mit einer bewegten Vergangenheit. Sie liefern mir die morbide Atmosphäre, die ich brauche.

An diesen Orten überkommt mich, gerade wenn ich alleine dort bin, oftmals dieses Gefühl von „Da war doch was“…

Inspiration. Woher nehmen Schriftsteller, Filmemacher, Musiker oder Dichter sie? Fliegt sie einem Künstler zu oder steckt harte Arbeit dahinter?
Für mich ist es ein bisschen von Beidem.
Wenn meine Gedanken haltlos treiben können, sind sie offen für Inspiration. Diese dann umzusetzen, dass ist der arbeitsintensive Teil.
Woher kam die Idee für „Jason Harper“?

Ich lasse bei Spaziergängen oder beim Autofahren meinen Kopf einfach arbeiten. Oft geht es um meinen Job aber manchmal passieren Merkwürdigkeiten. Dann kommt mir eine Idee, eine Story in den Sinn, mit der ich vielleicht nur spiele. Gerne wird mehr daraus, zum Beispiel eine Shortstory. Mit „Was wäre wenn“ lassen sich aus Alltagsereignissen spannenden Geschichten entwickeln.

Wie entstanden Jason und seine Welt?
Im ersten Schritt war es recht einfach. Die Welt: Es ist unsere Realität und die Gegenwart. Warum habe ich mich dafür entschieden?
Im Alltag ist unsere Welt manchmal recht trist, oder nicht? Wäre ein bisschen, wie auch immer man das nennen will, Magie nicht aufregend? In Jasons Fall ist es keine Magie. Es geht um dieses ungreifbare, unerklärbare Ding namens Seele.

In Jasons Welt hat die Seele eine reale Bedeutung. Sie kann unter bestimmten Bedingungen Macht verleihen. Oder nach dem Tod als Geist in der Schattenwelt parallel zu unserer Realität festhängen.
Was aber ist eine Seele? Die Summe all dessen, was ein Lebewesen ausmacht. Gefühle, Hoffnungen, Wünsche, gute wie böse. Stirbt jemand, kann es passieren, dass all das hier festhängt. Als Geist, der unbedingt noch etwas will. Sei es Liebe, Rache oder Geld. Es kann auch passieren, dass die Seele mit Gewalt festgehalten wird.
So oder so…stell Dir vor, du willst etwas. Ein Glas Wasser. Es ist heiß. Du hast Durst. Das Glas Wasser steht genau vor dir. Du brauchst nur deine Hand ausstrecken.
Es gibt nur ein Problem.
Du hast keine Hand mehr. Nichts, womit du den Durst stillen kannst. Er wütet in dir, macht dich langsam aber sicher rasend, denn du kannst nichts trinken.
So werden die Seelen langsam wahnsinnig, denn eigentlich gehören sie nicht mehr in diese Welt. Sie können nicht erreichen, was sie wollen.
Manche Seelen halten durch und werde nicht böse. Andere…bringen Türen dazu, sich leise zu öffnen. Erwecken die Schatten in der Ecke zum Leben. Lassen den Gashahn sich drehen…bringen dich dazu, dass Feuerzeug zu nehmen…In den Schatten kann der Wahnsinn lauern.

Mit dieser Idee fing Alles an.
Dann brauchte ich einen Protagonisten. Eine Figur, deren Seele in die Schattenwelt sehen kann. Die dem Wahnsinn, der dort lauert, Einhalt gebieten kann. Einen strahlenden Helden, der…Moment. Nein, Danke.
Ich entschied mich für Jason Harper, einen jungen Mann. Wir lernen ihnen als rauchenden, fluchenden Menschenfeind kennen, der meistens schlecht gelaunt ist.
Ich habe meinen Protagonisten ein ziemliches Paket auferlegt. Zuviel will ich hier nicht verraten. Aber bis zum Ende von Band IX muss Jason eine Menge ertragen. Ob seine Seele Frieden finden kann?

Jason ist mir ein permanenter Begleiter geworden. Meistens beschwert er sich, was ich ihm Alles antue.
Wie schon gesagt, er muss einiges ertragen. Ob er das durchhält? Den Beginn dazu wird es bald in „Am Anfang allein“ zu lesen geben. Band II ist in Arbeit, während ich auf die Rückkehr des Manuskriptes aus dem Lektorat warte.

Egal woher deine Inspiration kommt – Habe den Mut, dich der Arbeit zu stellen!

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