Final Stage …

Was soll ich sagen …
Das große Finale steht an. Das Skript ist im Korrektorat.

Die letzten Meter. Zeit für einen Rückblick und vielleicht noch ein anderes Thema: Klischees.

Das Skript ist ins Korrektorat gegangen. Letzte Runde vor der Veröffentlichung. Ich kann wohl ohne Übertreibung sagen: Aufgeregt!

Der Weg bis hier hin war lang und lehrreich.
Von der Idee einer Kurzgeschichte über das Kreieren der Figuren und der Story über das Schreiben bis hin zu Version 1.
Dann kamen die Testleser (noch einmal: Tausend Dank an Euch!!!). Version 2 entstand. Mit Anregungen aus einem kleinen Studium zwischendurch entstand Version 3.

Dann kam das Skript in ein zweistufiges Lektorat. Es folgte Version 4 nach der ersten Runde, nach Runde zwei gab es dann die 5.Version, die nun in das Korrektorat gegangen ist.
Fakten: Die Version für die Testleser hatte 678.862 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und war auf DINA4 gedruckt.
Version 5 hat nun 577.779 Zeichen und ist bereits auf das finale Format umformatiert.
Mit jeder Version wurde es runder. Vieles wurde gestrichen, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Für mich galt: Erstmal schreiben. Kürzen kannst du immer noch. Und das hat für mich sehr gut funktioniert.

Anderes Thema. Klischees. Warum ein Bild von blauem Himmel, Sonne, Schäfchenwolken? Ich denk, der Kerl schreibt Horror, Grusel und so ein Zeug?
Klischee … Das Böse endet mit dem Sonnenaufgang. Das helle Licht des Tages vertreibt die Schatten. Nach einer langen Phase der Dunkelheit tritt der Held ins Licht. Siegreich. Der Schatten ist vergangen, das Böse besiegt und ein leichter Wind vertreibt des schalen Geruch der Verderbnis.
Das Böse hat keinen Bestand im Licht der Sonne.

Sorry, nicht mit mir. In „Am Anfang allein“ beginnen wir die Reise an einem hellen, sonnendurchfluteten Strand voller Menschen. Der Terror ist immer da, egal ob Tag oder Nacht. Die Angst fährt immer mit.
Für mich gibt es nichts schlimmeres, als wenn die alten, sicherheitsversprechenden Regeln plötzlich keinen Bestand mehr haben. Daher war schnell klar, dass ich genau diese Regeln brechen will.
Eines der höchsten Güter unserer Zeit: der freie Wille. Nicht in „Am Anfang allein“.
Hier helfen weder das Tageslicht noch dein eigener Wille, um gegen das Böse zu bestehen. Denn wenn es richtig mies läuft, dann verlierst du im schönsten Sonnenschein die Kontrolle über dich und stürzt dich gegen deinen Willen vom Dach eines Hochhauses …

Klischees sind etwas wunderbares. Mir macht es ebenso Spaß, sie zu benutzen als auch mit ihnen zu brechen. Ich genieße es als Leser, wenn sich das Klischee erfüllt und ich mir denke: Ich wusste es!
Ebenso finde ich es großartig aufs Glatteis geführt zu werden.
Der geschickte Einsatz klassischer und moderne Klischees kann dem Leser Befriedigung aber auch den großen Aha-Moment bringen.
In „Am Anfang allein“ bediene ich einige Klischees, wobei ich hoffe, das richtige Mittelmaß gefunden zu haben. Ich will dem Leser beide Erlebnisse ermöglichen und so eine spannenden Geschichte schreiben.

Sich mit Klischees auseinanderzusetzten, kann große Vorteile für das Erzählen bringen. Sie sind ein spannendes Mittel, den Leser zu führen oder eben auf Irrwege zu bringen. Daher kann ich jedem nur empfehlen, beim Lesen nach ihnen Ausschau zu halten und sowohl in der Moderne als auch das Klassik nach ihnen zu suchen. Sie sind in den Köpfen der Menschen verankert und können dem Leser einige tolle Momente bescheren.

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