
Manchmal ist es mit der Kreativität doch echt zum Haare raufen …
Die Rohfassung ist fertig. Die erste Überarbeitung zur Hälfte geschafft. Alles ist auf dem besten Wege, noch vor Weihnachten bereit für die Testleser zu sein. Und dann? Dann schlagen Kreativität und damit einhergehend Bedenken beim Plot zu!
Kennt ihr das auch? Was nun?
Bleibt nur: Dran bleiben.
Was ist passiert? Geplant waren vier Bücher, um die Geschichte von Jason sauber erzählen zu können. Natürlich frage ich mich immer wieder, kriege ich vier Bände mit Leben gefüllt? Reicht mein Plot dafür? Und dann kommt eine ganz andere Frage auf.
Müssen es vier Bücher sein? Macht Szene XYZ Sinn, passt sie rein und bringt sie die Geschichte voran oder will ich sie nur drin haben, weil ich sie cool finde?
Nun stehe ich also vor der Frage, ob ich kürze. Getreu dem Motto, alle guten Dinge sind drei.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es vielen Schreiberlingen mit größeren Projekten so geht. Es gibt großartige Klassiker und Bücher aus der Moderne, die mit mehreren Bänden aufwarten und deren Plot von der ersten bis zur letzten Seite funktioniert.
Dazu gehört ein bisschen Organisation. Eine saubere Timeline. Plotpoints. Tragende Events und Dialoge, die die Geschichte von Anfang bis Ende konstruieren und vorantreiben. Wiederholungen vermeiden. Charakterentwicklung. Die verschiedenen Storylines wieder zusammenführen. Keine losen Enden lassen. Zunehmend die Spannung aufbauen, eine beständig ansteigende Kurve, die den Leser mitnimmt.
Puh, das ist ganz schön viel. Also beruhige ich mich wieder und setzte meine jüngste Idee in die Tat um. Das heißt, ich verschiebe einen Teil der Erzählung von Band II in Band III. Und überarbeite „Zone der Entfremdung“ noch einmal von vorn. Was sich in der Folge auf den dritten und vierten Teil auswirkt. Wobei es dann vielleicht doch nur drei Bände werden. Ein wenig lasse ich mich dabei von spontanen Ideen mitreißen. Nur das große Ganze sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Damit das funktioniert, muss man auch mal ehrlich mit sich selbst sein und bereit, Szenen oder ganze Abschnitte zu streichen.
Im Kern will ich mich in Band II auf Jasons Reise in die Ukraine und seinen Horrortrip in der Sperrzone von Tschernobyl konzentrieren. Dadurch wird das Buch etwas kürzer als Band I. Aber dafür wird erzählerisch runder.
Eine tolle Geschichte zu erschaffen, ist harte Arbeit.
Gerade jetzt erinnere ich mich daran, wie unglaublich es war, Band I „Am Anfang allein“ als gedrucktes Buch in den Händen zu halten. Und dieses Gefühl ist schon eine tolle Belohnung für die Mühen.
Deshalb nie den Spaß an dem Projekt verlieren. Bleibt dran. Spielt mit euren Ideen, probiert sie aus und folgt eurem Bauchgefühl.
Habt ihr Tips, Ideen oder Anregungen? Wie geht ihr mit solchen Momenten um?
Lasst es mich wissen und schreibt mir: jcsmith.author@gmail.com

Der Wahnsinn lauert in der Zone der Entfremdung …
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